Opera

Der kostenlose Webbrowser Opera ist u.a. für Windows-, macOS- und Linux-Betriebssysteme verfügbar, und wurde von dem norwegischen Unternehmen Opera Software entwickelt.

Opera wurde 1994 als Forschungsprojekt bei Telenor konzipiert und 1995 von Opera Software gekauft. Zunächst als nur als kommerzieller Webbrowser verfügbar wurde Opera 2005 Freeware. Bis 2013 (Version 12.18) verwendete Opera die proprietäre Presto-Layout-Engine. Diese Versionen von Opera haben 13 verschiedene Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2013 (Version 15) änderte Opera seine Layout-Engine jedoch auf Blink, die quelloffenen Layout-Engine des Chromium-Projekts.

Im Jahr 2016 wurde Opera Software AS an ein chinesisches Konsortium verkauft. Die Muttergesellschaft, die ebenfalls Opera Software ASA genannt wird, änderte ihren Namen in Otello Corporation.

Der Browser wurde in der Version 2.0 als Shareware im Jahr 1996 eingeführt. Opera hat in der Vergangenheit viel Pionierarbeit geleistet und zahlreiche Preise gewonnen: Der Browser nutzte als erster die Tabs und erfand die Mausgesten. Seit der Opera-Version 7.5 war es auch möglich, RSS-Feeds zu verwalten.
Einen Bruch gab es im Juli 2013 mit Erscheinen von Opera 15. Seit dieser Version nutzt der Browser mit WebKit / Blink dieselbe Rendering-Engine, die auch Google Chrome verwendet. Das bedeutet eine Umgewöhnung für langjährige Opera-Nutzer, da zudem manche Funktion entfiel.

Alte Versionen

Allerdings ist die Opera Version 12.17 (aus dem Jahr 2012) immer noch erhältlich. Zum Beispiel hier (im Heise Downloadbereich). Allerdings sollte man sich im Klaren über die Sicherheitsrisiken sein, wenn eine veraltetet und nicht mehr in der Wartung befindliche Version genutzt wird.

Internet Explorer, Chrome, Firefox, Safari, und Opera

Funktionen

Zu den beliebtesten Funktionen des Opera-Webbrowsers gehören privates Browsen, Tabbed Browsing, Download-Manager, Mausgesten und Browsererweiterungen.

Internetspuren löschen

Zum Schutz der Privatsphäre kann Opera beim Beenden Verlauf und Cache automatisch löschen. Auch können Sie über "Extras > Internetspuren löschen" jederzeit gezielt Ihre Spuren verwischen.

Lesezeichen

Opera ermöglicht die einfache Verwaltung Ihrer Lesezeichen (auch als "Favoriten" oder "Bookmarks" bekannt). So behalten Sie stets den Überblick über ihre Linksammlung, und ersparen sich die langwierige Suche nach einer interessanten Webseite, die Sie früher schon mal gefunden haben.

Link (Synchronisation)

Um Lesezeichen zwischen mehreren Instanzen von Opera zu synchronisieren, können diese auf einen Server geladen und von dort automatisch mit mit den lokalen Lesezeichen abgeglichen werden. So hat man immer Zugriff auf die privaten Lesezeichen, egal wo man sich befindet.

Mail / News

Das in Opera enthaltene Mail-Modul beherrscht die gebräuchlichen Protokolle POP3, IMAP und SMTP und zeichnet sich besonders durch seine einfache Bedienung aus. Weiterhin wird NNTP unterstützt, was die Nutzung von Newsgroups ermöglicht.

Mausgesten

Mausgesten sind Mausbewegungen, die die einfache Navigation in Webseiten und das Ausführen von Aktionen ermöglichen. Um eine Mausgeste auszuführen Drücken und Halten sie die rechte Maustaste und führen die die gewünschte Mausbewegung aus, zum Beispiel eine kurze Bewegung nach links, um eine Seite zurück zu blättern.

Rechtschreibprüfung

Opera bietet eine optionale Rechtschreibprüfung für E-Mails und mehrzeilige Eingabefelder. Diese benutzt das externe Programm Aspell, das für alle Betriebssysteme zur Verfügung steht.

Schnelleinstellungen

Die Schnelleinstellungen sind über die F12-Taste zu erreichen und bieten einfachen Zugriff auf häufig geänderte Einstellungen, wie z.B. für den PopUp-Blocker oder ob Webseiten Töne ausgeben dürfen.

Tabbed-Browsing

Das sogenannte Tabbed-Browsing ermöglicht es, mehrere Webseiten gleichzeitig in einem Fenster geöffnet zu haben, schnell zwischen diesen zu wechseln oder mehrere Seiten nebeneinander zu betrachten und vor allem auch das bequeme Öffnen von Links im Hintergrund zum späteren Lesen.

Tastaturkombinationen

Die verschiedenen Tastenkombinationen Tastenkombinationen ermöglichen es, Opera ausschließlich mit der Tastatur zu steuern, so dass Sie zum effizienten Arbeiten die Hand nicht von Tastatur zu Maus hin- und her wechseln müssen. Die Tastaturkommandos sind völlig frei konfigurierbar, sollte Ihnen die Voreinstellung nicht gefallen.

Turbo-Modus

Der Turbo-Modus blieb in Opera erhalten, nennt sich aber ab Version 15 Offroad-Modus. Er leitet die Zugriffe auf Webseiten über einen von Opera betriebenen Proxy-Server, der die Datenmenge von angeforderten Webseiten reduziert (z.B. Bilder), was weniger Wartezeit bei langsamer Internetverbindung bedeutet (allerdings liest dieser Proxy-Server dann auch mit). In Zeiten von DSL ist diese Funktion aber eher ein Anachronismus (außer bei Opera Mini, dem Browser für mobile Endgeräte) und sie funktioniert nicht bei verschlüsselten Verbindungen (also wenn in der Adresszeile https:// steht), die beim Online-Banking, den meisten Web-Mailern und bei Shopping Seiten verwendet wird.

Ausblick

Um Opera, der von dem gleichnamigen Softwarehaus in Norwegen entwickelt wird, ist es leider in den letzten 2 Jahren sehr still geworden. Und angesichts der Konkurrenz schein es zweifelhaft das dieses Urgestein noch einmal einen wesentlichen Beitrag leistet. Schade.

Vivaldi

Allerdings gibt es einen vielversprechenden Nachfolger: Vivaldi, der neue Browser des langjährigen Opera-Chefs Jon von Tetzchner. Dieser Browser wird Plattform übergreifend entwickelt, nutzt dieselbe Engine wie Google Chrome, soll auch Chrome Erweiterungen beherrschen und verfügt über eine Lesezeichen Verwaltung. Ob die mobile Version ein Feature zur Datenkompression beinhaltet, und wie dieses arbeitet, ist noch nicht im Detail geklärt.

Betriebssysteme

Opera ist für Windows, Mac OS und Linux verfügbar.
Die mobilen Editionen Opera Min und Opera Mobile sind für fast alle Plattformen verfügbar: Android, iOS, Windows Phone, Symbian, BlackBerry und Windows Mobile

Opera Mini

Der mobile Webbrowser Opera Mini, wird jetzt exklusiv für Android und iOS entwickelt wird. Es wurde zuvor für Windows 10 Mobile, Windows Phone 8.1, BlackBerry und Symbian entwickelt. Diese Versionen werden immer noch gepflegt, wenn auch nicht weiterentwickelt.

Opera Mini fordert Webseiten über den Komprimierungs-Proxy-Server von Opera Software an. Dieser Komprimierungsserver verarbeitet und komprimiert angeforderte Webseiten, bevor er sie an das Mobiltelefon sendet. Das Kompressionsverhältnis beträgt etwa 90% und die Übertragungsgeschwindigkeit wird dadurch um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Die Vorverarbeitung erhöht die Kompatibilität mit Webseiten, die nicht für Mobiltelefone konzipiert sind. Da auch JavaScript vom Proxy-Server verarbeitet wird, begrenzt dieses Verfahren die Interaktivität. Skripte können nicht im Hintergrund auf dem mobilen EndGerät ausgeführt werden.

Opera Mobile

Im Unterschied zu Opera Mini ist Opera Mobile ein vollwertiger Browser ohne Abhängigkeit von einem speziellen Server.
Er wird ist wie die Desktop Version auf zahlreichen mobilen Betriebssystemen lauffähig, neben Android, Windows Mobile MeeGo Symbian S60 und nutzt seit Version 15 die Blink Rendering Engine.

Opera Portable

Dieser Version (früher auch Opera@USB bzw. Opera 2GO genannt) benötigt keine Installation, also auch keine Administratorenrechte, und kann von einem USB Stick gestartet werden. Opera Portable verfügt zudem über integriertes VPN.

 

 

Forum

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