Heute ist
Blue Moon.
Da ist der Mond zwar nicht blau, aber es ist der zweite Vollmond in einem Monat und das gibt
es nur alle paar Jahre.
Nachtrag: Den romantischen Aspekt des Mondes und seiner Folgen besingen
The Marcels in
Blue Moon
(mp3, 3,1 MB).
[ 31.7.2004 ]
[ Link ]
[ via it&w ]
Am Freitag gab es auf arte den Themenabend "Musikindustrie in der Krise" und
darin die Dokumentation
Dem Löwen auf der Spur,
die Geschichte des Liedes The Lion Sleeps Tonight. Sie handelt davon, wie
aus einem südafrikanischen Lied von 1939 im traditionellen Zulu-Stil ein Welterfolg wurde,
gleichzeitig ist es ein bis heute andauernder Gegenstand von Ausbeutung, Veruntreuung und
Gerichtsprozessen. In der Kurzfassung noch einmal nachzulesen in
Solomon Linda received ten shillings for his song "Mbube"
oder ausführlicher in
Where Does The Lion Sleep Tonight? und
Commercial Exploitation of Solmon Linda's Mbube.
Aktuell:
Südafrikanische Familie verklagt Disney
wegen Tantiemen für die Verwendung des Lieds im Film und Musical König der
Löwen.
Hier ein Ausschnitt aus
Mbube (mp3, 138 KB)
der Mahotella Queens und eine schöne Aufnahme von
The Lion Sleeps Tonight (mp3, 4,3 MB)
von
Ladysmith Black Mambazo.
Und, weil es so lustig ist, noch einmal
Pat & Stanley
(
mpg-Video),
das singende Nilpferd und der tanzende Hund von
Pierre Coffin,
mit ihrer Version des schlafenden Löwen.
[ 27.7.2004 ]
[ Link ]
[ via deutschl.antville ]
Wenn man eine Reise macht, dann kann man was erleben. Wenn es auch noch in eine fremde
Kultur geht, kommt einem schon einiges merkwürdig vor. Zwei deutsche Touris haben
ihre Erlebnisse fotografiert und ins Netz gestellt:
Wie funktioniert Japan?
Vieles ist amüsant, einiges überheblich und manches skuril, wie zum Beispiel
Automaten, in denen Menschen sitzen. Wer aber die wirklich ganz abgedrehten Sachen über
Japaner erfahren will, und davon gibt es einiges, besuche einheimische Kenner wie die
Geisha Asobi.
[ 27.7.2004 ]
[ Link ]
[ via Mosaikum 1.0 ]
Japanische Gärten üben einen besonderen Reiz aus. Sie wirken zufällig, sind
jedoch kunstvoll arrangiert und mit tiefer Symbolik durchsetzt.
Zen Gardens
"does not explore the influence of Zen Buddhism on Japanese garden design. Instead, the
site is designed to provide the visitor with an opportunity to visit each garden, to move
through or around it, to experience it through the medium of high-quality color images, and
to learn something of its history."
[ 26.7.2004 ]
[ Link ]
[ via Dr. Web ]
Ein extrem nützliches und kostenloses Plug-In für gängige mp3-Player wie
Winamp hat Edlef ausgegraben:
Evil Lyrics.
Es sucht zum gerade abgespielten Musikstück den Text aus dem Internet und zeigt ihn an.
Es werden erstaunlich viele Titel gefunden, auch von meinen Raritäten-Songs. Ein Tipp:
Da man sicher nicht immer ein aufpoppendes Fenster mit den Lyrics will, sollte man in den
Properties "Start with Winamp" deaktivieren und das Tool nur bei Bedarf aufrufen,
z.B. über die Quickstart-Leiste von Windows.
[ 24.7.2004 ]
[ Link ]
[ via Netbib ]
Das Microsoft Internet Explorer Team will jetzt auch wissen was die User wollen und hat das IE Blog gestartet. Gut daran ist die Einschätzung "IEv6x is the Courtney Love browser in a world of Kirsten Dunst browsers". Stimmt genau.
Nachtrag: Wer nicht mehr weiss, wer Courtney Love ist, gucke
dies und
das.
[ 23.7.2004 ]
[ Link ]
Über die konservativen Offiziere, die heute vor 60 Jahren einen Putsch gegen Hitler versuchten, wird zur Zeit umfangreich berichtet. Andere Aktivisten sind dagegen vergessen oder nur noch als längliche Straßennamen präsent. Von einer alle Seiten berücksichtigenden Würdigung des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur sind wir noch weit entfernt.
An die Münchener Widerstandsgruppe
Weiße Rose
erinnert man sich noch am ehesten. Schon lange bevor die militärische Lage aussichtslos
wurde und die Offiziere zum Nachdenken brachte, haben die Geschwister Scholl und ihre Freunde
durch Flugblätter und Wandmalereien gegen den geistlosen Naziterror und die Ermordung
der Juden protestiert. Ihre Aktionen zeigen, dass alle Deutsche von den maßlosen
Verbrechen wissen konnten, wenn sie nur wollten.
"Wir schweigen nicht. Wir sind euer schlechtes Gewissen" und "Vergeßt
nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt".
Weitere Infos: Die
Weiße Rose Stiftung,
Shoa Projekt und die
Linkliste der Willi Graf Realschule.
Weniger Beachtung findet seit jeher der Tischler
Georg Elser,
der weder dem intellektuellen, noch dem christlichen, dem sozialistischen und erst recht nicht
dem militärischen Widerstand angehörte. Er war ein Einzelgänger, der die Nazis
verabscheute und schon immer den Hitlergruß verweigerte. Als ihm der Krieg unvermeidlich
erschien, plante und verübte er im Alleingang ein Sprengstoff-Attentat auf Hitler.
"Ich habe den Krieg verhindern wollen" begründete er seine Tat.
Fast ganz unter den Tisch fällt seit dem Niedergang des Kommunismus der Widerstand der
Arbeiterbewegung gegen die Nazis. Zu
Anton Saefkow, einem
von der Moskauer Zentrale relativ unabhängigen Kommunisten, der im Untergrund die
größte Widerstandgruppe aufbaute und leitete, finden sich im Internet nur
Informationen vom KPD-nahen
Kommunistischen Jugendverband
und auf einer linken
Geschichts-Seite.
Die PDS verteidigt nur den
antifaschistischen Widerstand des 20. Juli 1944
gegen die frühere SED-Ideologie und das Neue Deutschland würdigt heute
Julius Leber,
die Sozialdemokraten und der 20. Juli.
[ 20.7.2004 ]
[ Link ]
Von Navajos
und Edelweißpiraten - Unangepasstes Jugendverhalten in Köln 1933 - 1945
ist die Webseite zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum Köln.
"Navajos, Edelweißpiraten, Sturmscharen oder Pfadfinder,
hinter diesen Begriffen verbergen sich Gruppen von Jugendlichen, die es - aus oft sehr
unterschiedlichen Gründen - in den Jahren der NS-Herrschaft ablehnten, sich dem
Alleinvertretungsanspruch der Hitlerjugend unterzuordnen. Dabei verband sie dreierlei: Sie
entzogen sich der HJ, praktizierten eigene Formen jugendlichen Verhaltens und wurden deshalb
vom NS-Regime verfolgt. Aufgrund ihres Verhaltens werden bis heute einige ihrer Mitglieder
entweder immer noch als Kriminelle abgestempelt oder zu Widerstandsikonen stilisiert -
beides Positionen, die in ihrer Einseitigkeit kaum haltbar sein dürften."
[ 20.7.2004 ]
[ Link ]
[ via Schockwellenreiter ]
[ da war schon mal was ]
RetroCrush hat eine Liste der
100 Scariest Movie Scenes of all Times
zusammen gestellt. Mir fallen zwar noch einige weitere ein, aber die hier haben alle was.
Es sind nicht viele aktuelle Filme dabei. Das liegt sicher auch daran, dass die moderne
CGI-Tricktechnik zwar beeindruckende Bilder produzieren kann, die Regisseure aber lieber
Action und Gags als Nervenkitzel erzeugende Szenen drum rum komponieren.
[ 16.7.2004 ]
[ Link ]
Die Veröffentlichung von Bill Haleys Rock around the Clock vor 50 Jahren am 12. April 1954 gilt als die Geburtsstunde des Rock 'n' Roll. Stimmt das wirklich?
Die Platte von Bill Haley
war zunächst wenig erfolgreich. Erst als der Song ein Jahr später im Film
Blackboard Jungle
lief, wurde er ein weltweiter Hit. Der treibende Rhythmus mit dem schnellen Back Beat
brachte die Teenager zum Tanzen und löste eine kulturelle Revolution aus. Es war aber
längst nicht das erste Lied dieser Art, die dann Rock and Roll genannt wurde.
Der weisse Bill Haley machte nur den unter Afroamerikanern verbreiteten Rhythmus in
vereinfachter Form bei den weissen kaufkräftigen Kids populär, die bis dahin die
schwarze Musik weitgehend ignorierten.
Es war die Zeit, in der die Rassentrennung in den USA gegen erhebliche Widerstände vom
Gesetz her aufgehoben wurde, in den Köpfen der Menschen und in der Kultur aber noch
lange nicht überwunden war.
Rock and Racism
beleuchtet die damalige Situation im Musik-Business und mit
Revisit 1955
erinnert sich eine Abschlußklasse an die kulturellen Ereignisse ihres Jahrgangs.
Was war denn nun
die erste Rock 'n' Roll Platte?
Das ist schwer zu sagen und eigentlich auch egal, der Sound ist auf jeden Fall älter als
50 Jahre und wurde von schwarzen Musikern aus Rhythm and Blues, Doo Wop, Boogie und Swing
entwickelt. Hier einige frühe und qualitativ gute Aufnahmen, die ich im Web
aufspüren konnte:
Eines ist auf jeden Fall weissen Ursprungs: die Bezeichnung Rock 'n' Roll
für diese Musikrichtung. Als
Alan Freed
1951 als erster DJ im Radio schwarze Musik spielte, nannte er sie nicht wie die Musiker
selber Rhythm and Blues, denn dieser Begriff hatte in den Ohren der weissen Hörer ein
negatives Image als "race music". Seine Sendung hiess "Moondog's Rock 'n'
Roll Party", nicht ahnend oder listig verschweigend, dass dieser Begriff unter der
schwarzen Bevölkerung eine Beschreibung für Sex war. Seine Show
wurde 1957 auch im Fernsehen gesendet, allerdings schnell wieder abgesetzt, als ein schwarzer
Sänger es wagte, mit einem weissen Mädchen zu tanzen. So weit ging die Toleranz
mit dieser Musik nun doch nicht.
[ 16.7.2004 ]
[ Link ]
[ da war schon mal was ]
Neue Horrormeldung von den EU-Bürokraten:
Zuckerproduktion wird in Frage gestellt,
tausende Landwirte verlieren ihre Existenz, Zuckerfabriken müssen schließen.
"Wenn der EU-Vorschlag so umgesetzt wird, wird nachhaltige und umweltschonende
Zuckerproduktion einer Sklavenhalter- Landwirtschaft in Brasilien geopfert" wettert der
Präsident des Deutschen Bauernverbandes.
Stimmt das wirklich? Ich habe mal genau gelesen.
Nachtrag zur "Sklavenhalter-Landwirtschaft in Brasilien":
KerLeone begründet (auf englisch) im
Ethno::Log,
warum diese Wortwahl eine totale Ignoranz der Kolonialgeschichte und ihrer Folgen ist.
[ 15.7.2004 ]
[ Link ]
Majo von
Industrial Technology & Witchcraft
hat den ultimativen
Old Fartz Beitrag
(MPEG-Video, 7,1 MB) ausgegraben. Das ist kaum noch zu toppen. Auch nicht von
Syd Barrett und
Douglas Adams.
Und das soll was heissen.
[ 15.7.2004 ]
[ Link ]
[ Old Farts Music ]
[ da war schon mal was ]
Wenn das Wetter in diesem Sommer mal wieder nicht so dolle ist, kann man ja mal in eine
Ausstellung gehen. Zum Beispiel zur
Duckomenta
nach Schloss Salem am Bodensee, wo sich die beliebteste Ente in einer ver-enteten Welt zeigt.
Wenn der Weg dort hin zu weit ist, muss man mit der Webseite vorlieb nehmen und die Werke
der großen Meister online bewundern.
Oder sich die Poster bestellen und die Wohnung neu dekorieren.
Zur Vertiefung hier eine der großen Taten des findigen Erpels:
Donald Duck's Atom Bomb,
in der er eine Bombe entwickelt, die nicht "Bumm" sondern "Fut" macht,
aber erhebliche Nebenwirkungen zeigt und die Frauen Entenhausens gegen ihn aufbringt.
Worauf der Urvater aller Ich-AGs natürlich wieder eine Lösung hat.
[ 14.7.2004 ]
[ Link ]
[ da war schon mal was ]
[ hier auch ]
[ hier auch ]
Taboo Tunes ist ein neues amerikanisches
Buch,
das Zensurmaßnahmen in der Musikbranche dokumentiert. In der Website zum Buch
gibt es die
Gallery of the Forbidden,
in der vor allem zensierte Plattencover ausgestellt sind, vom Butcher-Cover der Beatles,
mit dem sie gegen die Ausschlachtung ihrer Musik durch die Plattenindustrie protestierten
(aus 7 englischen Alben wurden 10 für den US-Markt) bis zu den Strokes, deren Song
"New York City Cops" in der Folge von 9/11 auf amerikanischen CDs nicht mehr
erscheinen darf und auf dem Album vom Sommer 2001 in einer neuen Version durch ein anderes
Stück ersetzt wurde.
Unbedingt angucken sollte man sich auf der Website auch die
Taboo News über
aktuelle Auseinandersetzungen von Musikern mit Zensur, Irak-Krieg und Repressionen durch
die augenblickliche US-Regierung. Make Love, Fuck War.
[ 14.7.2004 ]
[ Link ]
[ via Geisha Asobi ]
The Tofu Hut hat zur Zeit eine Spider
Mix CD in der Mache mit Musik, in der Spinnen vorkommen. Überwiegend bluesy
und nichts für Menschen mit
Arachnophobie, Spinnenangst.
Denke daran, jede
Spinne
ist giftig, auch wenn die meisten den Menschen nichts anhaben können.
[ 13.7.2004 ]
[ Link ]
[ da war schon mal was ]
Jorma Oksanen hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man aus einem
DIN A 4-Blatt Papier eine
Doppel-CD-Hülle faltet.
Ist gar nicht schwer und funktioniert gut.
[ 13.7.2004 ]
[ Link ]
[ via The Cartoonist ]
Wenn ich mir die Fotos im
Antique Vibrator Museum
angucke, fallen mir weniger Good Vibrations ein als die Schlagbohrer im Baumarkt.
Frühe Hiltis für die Dame, sozusagen.
[ 13.7.2004 ]
[ Link ]
[ via The Cartoonist ]
[ da war schon mal was ]
Diese Tiere haben einen schlechten Ruf: Sie gelten als gefährliche Fress-Maschinen,
die in Sekundenschnelle Menschen und andere Säugetiere bis auf das Skelett abnagen.
Das ist aber übertrieben. Größere Lebewesen werden von ihnen normalerweise
nicht angegriffen, es sei denn, man hat blutende Verletzungen. Auch wenn eines dieser Tier
selber blutet, wird es von seinen Artgenossen verspeist. Deshalb werden sie in ihrer Heimat
"Cariba", Kannibalen, genannt. Ansonsten fressen sie nur kranke und tote Tiere
und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten. Sie sind also sehr nützlich in ihrem
Ökosystem. Wer ist es?
Mehr Informationen über sie gibt es bei den
Piranha Informationen
oder, wenn man es lieber deutsch und nicht so wissenschaftlich will, in
OLIs Wilder Welt,
dem Tierlexikon für Kinder.
[ 12.7.2004 ]
[ Link ]
[ da war schon mal was ]
I'll never see
The people I know
In the bright light of day
So how can I say
That you're any friend of mine
See you any time
Midnight to six
That's my time
The Pretty Things 1965 mit
Midnight to Six Man
(mp3, 2,5MB). Massenweise weitere Musik aus dieser Zeit bei
60s Garage Rock.
[ 9.7.2004 ]
[ Link ]
[ Old Fart MP3 Competition ]
[ da war schon mal was ]
360° Stadtpanoramen
scheinen dieses Jahr Mode zu sein. In meiner Heimatstadt
Lüneburg
kann man auf diese Weise durch die ganze Altstadt gehen.
[ 9.7.2004 ]
[ Link ]
Heute vor 50 Jahren erschien die erste Single von
Elvis Presley -
That's All Right
(mp3, 1,8 MB). Die damalige Technik im
Sun Studio
stellt sein langjähriger Gitarrist Scotty Moore vor. Ganz lustig:
The Elvis Presley 45 RPM Picture Sleeve Place.
Nur ein Elvis aus dem 50ern ist ein guter Elvis.
Nachtrag: Elvis from Poland hat einiges zusammen getragen über SUN 209 That's All Right und die Absicht von Labelboss Sam Phillips, mit Elvis einen weissen Sänger für schwarze Musik aufzubauen.
Nachtrag 2: Auf
50 Years of Rock & Roll
kann man sich Elvis' Version von "That's All Right" und das schwarze Original von
Arthur "Big Boy" Cudrup von 1946 anhören. Siehe auch
Rock and Racism
aus der Rock and Roll History.
[ 6.7.2004 ]
[ Link ]
[ via gmtPlus9 ]
Die Liste des World Heritage wird bei uns meist als Weltkulturerbe übersetzt, dabei enthält sie neben 611 Kulturdenkmälern auch 154 Natur- und 23 gemischte Stätten aus 134 Ländern der Welt. Um vom Kommittee der UNESCO, der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, als Welterbe anerkannt zu werden, müssen die Plätze den Kriterien der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität" (bei Kulturstätten) bzw. der "Integrität" (bei Naturstätten) entsprechen und es muss ein langfristiger Erhaltungsplan vorliegen.
Auf seiner diesjährigen Sitzung im chinesischen Suzhou hat das Welterbe-Kommitee
drei neue deutsche Stätten in ihre Liste aufgenommen: das
Elbtal um Dresden, das
Rathaus und den Roland in Bremen und den
Muskauer Park / Park Muzakowski
als gemeinsamen deutsch / polnischen Beitrag. Insgesamt gibt es
34 neue Stätten des Welterbes,
unter anderem die vor einem halben Jahr bei einem Erdbeben stark geschädigte iranische
Stadt Bam, der Liverpooler Hafen, alte chinesische Paläste, Regenwald in Sumatra und
ein Eisfjord in Grönland.
Seit gestern steht auch eine deutsche Kulturstätte auf der World Heritage Danger List der UNESCO, der Roten Liste für bedrohtes Welterbe: dem Kölner Dom droht der Entzug der erst 1996 verliehenen Auszeichnung, denn eine Reihe geplanter Hochhäuser werden den Blick auf die Kirche verstellen.
Die deutschen Seiten der
UNESCO und der
Welterbestätten Deutschlands
wurden bisher noch nicht auf den aktuellen Stand gebracht, die neuen Kulturdenkmäler
dürften dort aber in nächster Zeit ausführlich gewürdigt werden.
[ 5.7.2004 ]
[ Link ]
[ da war schon mal was ]
[ hier auch ]
Der Schockwellenreiter
würdigte heute schon den großen Bluesman, hier ein kleiner Nachtrag.
Willie Dixon (1915 - 1992) wurde nicht als Sänger bekannt, sondern
als Bass-Spieler und Songwriter für andere. Er schrieb Lieder für Muddy Waters,
Howlin' Wolf, Little Walter und Bo Diddley, richtig populär wurden seine Songs durch
die Rolling Stones und Eric Clapton. Led Zeppelin "borgten" sich sein
You Need Love für ihren ersten großen Erfolg Whole Lotta Love.
Zwei Zitate aus Electric Chicago Blues:
"When I was getting into the blues, it was Who wrote this? I was lookin' at Muddy Waters records, and who wrote it? Dixon, Dixon, Dixon. And the bass player is writin' THESE songs? And then I'm lookin' at Howlin' Wolf: Dixon, Dixon, Dixon. I said, Oh, yeah, this guy is more than just a great bass player! And let's face it: he was an incredible bass player. You know, that would be enough. But he's the backbone of postwar blues writing, the absolute." (Keith Richards)
"Well, (the Stones) come to my house, you know, and I wouldn't let them all in the house 'cause there be too many people with 'em, you know. They had a whole LINE of limousines, a block-long of limousines, and all of them full of people and they think they gonna get in my 6-room house. And that could never happen, you know. So I took 'em all where Muddy Waters was working at The Quiet Night, it was a good big place... We got into jammin' and singin' and playin' together." (Willie Dixon)
Zwei Songs von Willie Dixon, mit denen andere Erfolge hatten, hier gesungen von ihm selbst: Spoonful (mp3, 4,7 MB) und I can't quit you Baby (mp3, 6,4 MB). Und sein Hoochie Coochie Man (mp3, 2,7 MB) gesungen von Muddy Waters, My Babe (mp3, 2,5 MB) von Little Walter, Evil (mp3, 400 KB Auszug) von Howlin' Wolf und Grateful Dead live mit seinem Little Red Rooster (mp3, 9,8 MB).
Nachtrag: Ich sollte mir meine Links mal wieder genauer angucken:
Howlin' Wolfs
Evil (mp3, 2,7 MB),
geschrieben von Willie Dixon, und noch viel mehr gibt es von
ticket to ... the Blues.
[ 2.7.2004 ]
[ Link ]
Im letzten Jahr erfreute uns Otis Fodder jeden Tag mit einem neuen Stück Musik (na ja, mehr oder weniger), manchmal lustig, manchmal so blöd, dass es schon wieder gut war. Zum Jahresende wurde die Website von Netz genommen - jetzt hat sein 365 Days Project endlich einen bleibenden Unterschlupf gefunden.
Gut ist auch
April Winchells
neue Rubrik "Birthday songs that will make you wish you'd never been born".
Happy Birthday in 15 Versionen, von Hunden gebellt oder von Elvis geschmalzt. Aber ihre
ganze lange Webseite ist ein Fundgrube wahrer Raritäten. Auch einiges deutsches ist
dabei.
[ 1.7.2004 ]
[ Link ]
[ via The Cartoonist ]
[ da war schon mal was ]
[ hier auch ]
Wurde sie von einer Biene gestochen? Spielt sie in ihrem nächsten Film einen Karpfen? Oder macht sie sich nur durch Awful Plastic Surgery lächerlich?
Und wo ich grad in Hollywood bin:
diesen
Job hätte ich auch gerne.
[ 1.7.2004 ]
[ Link ]