Bookmarks, also Lesezeichen, im IE auch Favoriten genannt, können mit einem Schlüsselwort, einem Kürzel, versehen werden, durch das sie schnell und leicht über die Adressleiste aufgerufen werden können. Besucht man z.B. öfters die Webseite von www.spiegel.de, gibt man dem Lesezeichen das Kürzel "sp" und erspart sich so die Suche nach dem Bookmark oder die Eingabe der ganzen URL. Auch dynamische Adressen können verwendet werden. So öffnet bei mir das Kürzel "gg firefox tipps" gleich Google mit den Fundstellen für firefox + tipps. Und so wird das gemacht:
Hat man zum Beispiel die Seite von www.spiegel.de
gebookmarkt, also als Lesezeichen abgelegt, kann man dafür ein Kürzel festlegen.
Man sucht das gespeicherte Bookmark für Spiegel Online in den Lesezeichen, klickt mit
der rechten Maustaste darauf und wählt den Optionspunkt Eigenschaften.
Hier legt man unter Schlüsselwort das gewünschte Kürzel fest,
z.B. "sp".

Von nun an braucht man nur noch sp in die Adresszeile von Firefox eingeben um die Webseite des Spiegels aufzurufen.
Firefox Lesezeichen-Schlüsselworte können jedoch mehr als nur die Eingabe von Webadressen zu erleichtern. Mit ihnen kann man auch Suchmaschinen und andere Datenbanken abfragen, die die Suchbegriffe in der URL codieren.
Nehmen wir als Beispiel eine Abfrage der Suchmaschine Google. Hat man in den Suchschlitz der Startseite den oder die Suchbegriffe (hier im Beispiel: bookmarklet) eingegeben und den "Suche"-Knopf geklickt, erhält man die Ergebnisseite mit einer URL, die so aussieht:
Diese Adresse sollte man als Lesezeichen speichern. Die Bookmarks von Firefox bieten jetzt die Möglichkeit, einen Platzhalter %s aufzunehmen, der später den oder die dem Kürzel folgenden Parameter aufnimmt. Wir ersetzen in der URL also den Suchbegriff durch %s:
Diese Änderung nehmen wir jetzt in den Eigenschaften des gespeicherten Lesezeichens vor und vergeben gleich ein Schlüsselwort:

Jetzt können wir eine Google-Abfrage durch das Kürzel gg, gefolgt von den gewünschten Suchbegriffen, in der Adresszeile von Firefox starten. Man sieht, dass auch komplexe Eingaben möglich sind:
Dynamische Bookmarks mit Schlüsselworten sind auch bei den anderen Suchmaschinen, Amazon, Ebay, der Internet Movie Database, dem Leo Wörterbuch und vielen anderen Datenbanken möglich. Was alles machbar ist, kann man unter meinem Stichpunkt Bookmarklets: Suche und Auskunft oder in dem neuen Firefox-Suchschlitz in der Symbolleiste sehen.
Apropos der neue Suchschlitz: Wem das mit dem %s zu kompliziert ist, der findet hier all diese Funktionalität bereits in Firefox eingebaut. Ich jedoch bevorzuge meine dynamischen Lesezeichen und habe den Suchschlitz aus meiner Symbolleiste entfernt. So hat mein Adressfeld mehr Platz und der Browserkopf ist nicht so überladen.
Amerikaner haben es gut: Wollen sie z.B. die Website des Nachrichtensenders CNN aufrufen, brauchen sie nur cnn in die Adresszeile des Browsers einzutippen. Hier wird es automatisch ergänzt zu http://www.cnn.com und die Seite aufgerufen. Das können wir jetzt auch für deutsche Websites einrichten, indem wir ein Kürzel voranstellen. Ich habe dafür das d gewählt.
Zuerst bookmarken wir eine beliebige Webseite und bearbeiten dann dessen Eigenschaften. Für die Adresse verwenden wir wieder %s als Platzhalter und lassen drum herum nur den Rumpf stehen, um den der dem Kürzel folgende Name ergänzt werden soll.

Jetzt brauchen wir nur noch d tvinfo, d volkswagen oder d stichpunkt eingeben und landen stets auf den richtigen .de-Webseiten. Ähnliches kann man natürlich auf für .net, .org, .tv oder .info Domains festlegen.
Kurioses am Rande:
Wir Deutschen lieben englische Ausdrücke und wenn wir auf die Schnelle keinen passenden
finden, erschaffen wir einen neuen. Handy ist dafür ein Beispiel und
Bodybag ein anderes.
Nun haben wir wieder ein neues englisches Wort erfunden, was wahrscheinlich keiner außer
uns versteht: Keyboardlet für das, was die Mozilla- und
Firefox-Entwickler
Custom Keywords oder
Bookmark Keywords
nennen und bei mir eingedeutscht Lesezeichen-Kürzel heisst.
Wie weit dieser denglische Begriff hierzulande schon um sich gegriffen hat, zeigt
Google: neben
429 deutschen Fundstellen (Stand 15.11.04) nur noch die Website des Texaner
JP Martin.
siehe auch