Opera

Shareware

Der Browser wurde in der Version 2.0 als Shareware im Jahr 1996 eingeführt. Opera hat in der Vergangenheit viel Pionierarbeit geleistet und zahlreiche Preise gewonnen: Der Browser nutzte als erster die Tabs und erfand die Mausgesten. Einen Bruch gab es im Juli 2013 mit Erscheinen von Opera 15. Seit dieser Version nutzt der Browser mit WebKit / Blink dieselbe Rendering-Engine, die auch Google Chrome verwendet. Das bedeutet eine Umgewöhnung für langjährige Opera-Nutzer, da zudem manche Funktion entfiel.

Alte Versionen

Allerdings ist die Opera Version 12.17 (aus dem Jahr 2012) immer noch erhältlich. Zum Beispiel hier (im Heise Downloadbereich). Allerdings sollte man sich im Klaren über die Sicherheitsrisiken sein, wenn eine veraltetet und nicht mehr in der Wartung befindliche Version genutzt wird.

Internet Explorer, Chrome, Firefox, Safari, und Opera

Funktionen

Beim Redesign entfiel die Möglichkeit Lesezeichen zu setzen. Scheinbar waren die Entwickler der Meinung: Braucht eh kein Mensch.
Vielleicht auch zurecht, wenn man sich die stetig fallenden Popularität der einst berühmten Portale (Social Bookmarks) wie Delicious, Digg, StumbleUpon und den deutschen Ableger Mister Wong anschaut. Die Mehrheit der Nutzer scheint heute direkt Suchmaschienen wie Goole, Yahoo oder Bing zu nutzen.

Der Turbo-Modus blieb in Opera erhalten, nennt sich aber ab Version 15 Offroad-Modus. Er leitet die Zugriffe auf Webseiten über einen von Opera betriebenen Proxy-Server, der die Datenmenge von angeforderten Webseiten reduziert (z.B. Bilder), was weniger Wartezeit bei langsamer Internetverbindung bedeutet (allerdings liest dieser Proxy-Server dann auch mit). In Zeiten von DSL ist diese Funktion aber eher ein Anachronismus (außer bei Opera Mini, dem Browser für mobile Endgeräte) und sie funktioniert nicht bei verschlüsselten Verbindungen (also wenn in der Adresszeile https:// steht), die beim Online-Banking, den meisten Web-Mailern und bei Shopping Seiten verwendet wird.

Ausblick

Um Opera, der von dem gleichnamigen Softwarehaus in Norwegen entwickelt wird, ist es leider in den letzten 2 Jahren sehr still geworden. Und angesichts der Konkurrenz schein es zweifelhaft das dieses Urgestein noch einmal einen wesentlichen Beitrag leistet. Schade.

Vivaldi

Allerdings gibt es einen vielversprechenden Nachfolger: Vivaldi, der neue Browser des langjährigen Opera-Chefs Jon von Tetzchner. Dieser Browser wird Plattform übergreifend entwickelt, nutzt dieselbe Engine wie Google Chrome, soll auch Chrome Erweiterungen beherrschen und verfügt über eine Lesezeichen Verwaltung. Ob die mobile Version ein Feature zur Datenkompression beinhaltet, und wie dieses arbeitet, ist noch nicht im Detail geklärt.

Betriebssysteme

Opera ist für Windows, Mac OS und Linux verfügbar.
Die mobilen Editionen Opera Min und Opera Mobile sind für fast alle Plattformen verfügbar: Android, iOS, Windows Phone, Symbian, BlackBerry und Windows Mobile